Experiment geglückt: „Der Abend der Wissenschaft“

Interfakultativer Austausch in seiner reinsten Form. Am 13.11.2013 fand zum ersten Mal der „Abend der Wissenschaft“ statt. Aus einer ersten Idee von unserem alten Herren Christian Roth erwuchs dieses neue und interessante Format. Drei unserer Bundesbrüder hielten Vorträge über ihre Abschlussarbeiten – aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft – und boten so Einblick in Fachgebiete die man sonst wohl nie, in dieser Tiefe kennen gelernt hätte.

Als erstes referierte Bbr. Fabian Gorsler über das – für die meisten zunächst unzugänglichste – Thema des Abends. Er entwickelte selbst eine Sprache, um Softwaretests zu vereinfachen und zu vereinheitlichen und so Schwachstellen in dem Bestellsystem von zum Beispiel Amazon frühzeitig zu erkennen. Trotz des hohen theoretischen Anteils wurde deutlich, wie wichtig zuverlässig arbeitende Systeme – gerade bei einem Dienst wie Amazon – sind, bei dem ein Ausfall hohe Kosten zur Folge haben kann.

Auch der zweite Vortrag von AH Thibault Bautze blieb im technischen Bereich, jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass dabei das Zeichnen von Lichtschwertern tatsächlich als anschauliches Beispiel herhalten konnte. Nach einer Einführung, wozu Laser in der Industrie verwendet werden, hat sich der Vortrag mit dem von ihm entwickelten System zur Echtzeitkorrektur von Parametern beim Laserschneiden beschäftigt.

Das dritte und letzte Fachgebiet, in das uns an diesem Abend ein Einblick gewährt wurde, bewegte sich weiter außerhalb des technischen Bereichs. Dass Menschen, wenn man ihnen eine Frage stellt, nur selten das sagen, was sie wirklich denken, ist etwas, das wir wohl alle wissen. Doch wie findet man das heraus, was sie eigentlich denken? Mit dieser Frage hat sich AH Christian Roth beschäftigt. Sein Ansatz war, dass die Zeit, die jemand braucht, um eine Frage zu beantworten – und im Besonderen auch die Zeit, die diese Person damit verbringt, sich eine Antwortmöglichkeit anzugucken – aussagekräftiger sein kann, als die tatsächliche Antwort, die er auf die Frage gibt. Er stellte eine empirische Erhebung vor, bei der er auch die für seine Verfahren weiteren wichtigen Daten gesammelt hatte und stellte seine Ergebnisse vor. Trotz seiner kritischen Haltung gegenüber seinen Ergebnissen – und dem ganzen Gebiet als solchem – hat er auch hier einen interessanten Einblick in einen etwas anderen Bereich der Wissenschaft gegeben.

Am Ende des Abends bleibt zu sagen, dass das Publikum in jedem Fall seinen Horizont erweitern konnte – unabhängig vom eigenen Fachgebiet. Es bleibt zu hoffen, dass es auch im kommenden Semester wieder einen „Abend der Wissenschaft“ geben wird und man somit Einblicke in andere Fachgebiete erhält.

AH Christian Roth am Abend der Wissenschaft
AH Thibault Bautze
Publikum am Abend der Wissenschaft

 

Experiment geglückt: „Der Abend der Wissenschaft“