Burschungsvorträge im Doppelpack

Am vergangenen Donnerstag, dem 10. Januar, fanden auf unserem Haus die ersten Vorträge in diesem Kalenderjahr statt. Unsere beiden Füxe, Bbr. Hoang und Bbr. Piffel, waren bereit um ihre Burschungsvorträge zu halten.

Den Anfang machte Tuan Ahn Hoang, der sich mit der Frage, ob Nordkorea der Feind aller Nationen sei, befasste. Nach einem Einstieg über die Geschichte des Landes stellte Bbr. Hoang die Lage in Nordkorea vor. Dabei gab er einen Einblick in die nordkoreanische Wirtschaft, das Atomprogramm des Landes und warum Nordkorea an der Atombombe festhält. So soll diese Waffe die Unabhängigkeit des Landes sicherstellen und das Regime an der Macht halten. Im weiteren Verlauf gab er noch einen Einblick in die Beziehungen zwischen Peking und Pjöngjang und zeigte, dass die uneingeschränkte Bündnissolidarität von Seitens China zunehmend abnimmt. Die von Nordkorea ausgehende Gefahr schätzte Bbr. Hoang abschließend als eher gering ein. So sei zum einen die Armee des Landes zwar groß aber miserabel ausgerüstet und zum anderen verfüge der kommunistische Staat zwar über atomwaffenfähiges Uran für bis zu acht Atombomben, jedoch über keinerlei Technologie, damit besonders weit – etwa nach Hawaii – zu schießen. Ferner hieße ein nuklearer Angriff für Nordkorea ja die totale Vernichtung, was keinesfalls im Interesse der Führung liege.

Nach einer kurzen Pause begann schließlich der zweite Vortrag des Abends. Nawin Piffel referierte dabei kritisch über den amerikanischen „Patriot Act“. Dabei handelt es sich um ein Gesetz in Amerika, welches kurz nach den Anschlägen des 11. September sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus besonders schnell – in gerade einmal drei Tagen – verabschiedet wurde und welches die Überwachung der Bürger ermöglicht. So sprach Bbr. Piffel zunächst über dessen Entstehung und zeigte die wichtigsten Inhalte des Gesetzes. Im weiteren Verlauf ging er die Auswirkungen auf die Gesellschaft ein und legte dar, was die amerikanische Bevölkerung davon weiß bzw. davon hält. Dabei wies er stets auf die Mentalität der Amerikaner hin und legte auch die politischen Ansichten der amerikanischen Bürger in diesem Bezug dar. So sei es dem Großteil egal, was der Staat mache, solange er dies gut mache und man selbst nicht betroffen sei. Zum Ende des Vortrages sprach Nawin noch darüber, wie der Patriot Act heute zur Anwendung kommt und wie er ihn aus heutiger Sicht bewertet.

Am Ende der beiden Vorträge erhielten – wie alle Redner auf dem Haus des VDSt in Karlsruhe – noch ihren verdienten Lohn in Form eines edlen Tropfens. Und so wurde der Abend schließlich zur Bar verlagert, wo die Diskussion über die beiden – doch sehr politischen – Themen fortgesetzt wurde…

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