15 Jahre Brücke Oberschlesien

Das Winterfest markiert die 15 Jahre zurück liegende Wiedergründung des Aktivenbunds des VDSt Karlsruhe. Ebenso alt ist die „Brücke Oberschlesien“, der in Hamburg sitzende Förderverein für Hochschüler und Hochschülerinnen der deutschen Minderheit in Polen.

Am 17.01.2014 gab uns daher unser AH Dr. Thies die Ehre eines Vortrags zum Thema „15 Jahre Brücke Oberschlesien – Kultur und Bildung, Sprache und Identität“.
Als Gründungsmitglied erzählte er von seinen persönlichen Erfahrungen in Polen während diverser Studienfahrten seit 1988. Anstoß war ein erster Schüler/Lehrer-Austausch zwischen Kiel und Opole (Oppeln), der die Theorie widerlegte, es gäbe keine Deutschen mehr in dieser Region. Tatsächlich traf er aber auf viele Deutschsprachige. Und das obwohl die deutsche Sprache während der kommunistischen Herrschaft verboten war. Vor allem fast nur von der deutschen Minderheit bewohnte Dörfer wie Głogówek (Oberglogau) überraschten. Viele der Bewohner verfügten sogar (illegalerweise) über einen deutschen Pass, welches nach dem Grundgesetz für Kinder deutscher Eltern möglich ist. So kam Oberglogau auch zu dem Spitznamen Kleinberlin und ist inzwischen offiziell zweisprachig.

Nach vielen weiteren Studienfahrten stand dann der Entschluss, einen Verein Deutscher Hochschüler (VDH) in Ratibor zu gründen. Dies geschah im November 1999. 2004 dann auch in Oppeln. Obwohl der Anteil der Minderheit in Laufe der Zeit immer weiter zurückgegangen ist, sind diese Vereine sehr aktiv.

Natürlich fehlte auch ein Abriss über die Geschichte Oberschlesiens nicht, welchen ich aber an dieser Stelle überspringen möchte. Der lebendige Vortrag begeisterte die Zuhörer und sorgte noch für eine angeregte Diskussion im Anschluss. Wir wünschen den VDH’s ein: Vivat! Crescat! Floreat!

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