Bildung und Erziehung für die Zukunft Deutschlands

Am Mittwoch, den 15.01.2014, hatte der VDSt Karlsruhe die Ehre, einen äußerst interessanten  Vortrag über das Thema “ Bildung und Erziehung für die Zukunft Deutschlands “ von Frau Katrin Schütz (CDU, MdL) zu hören. Der Vortrag handelte über das Bildungssystem und die Schwierigkeiten, die aktuell auftreten.

In Deutschland nehmen jährlich die Geburtenzahlen ab und gleichzeitige gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund. In Baden-Württemberg haben ca. 50% der Kinder einen Migrationshintergrund womit das Land eine Spitzenrolle im Vergleich zu anderen Bundesländern einnimmt, weswegen spezielle Anpassungen in der Bildungs- und Betreuungspolitik notwendig sind. Die Sprachförderung ist dadurch ein zentrales Element im Bildungssystem und von besonderer Bedeutung. Auch Eltern, die Deutsch nicht als Muttersprache erlernt haben, müssen gefördert werden, nur so können sie sich dann aktiv in die Lernprozesse ihrer Kinder einbringen und sie zielgerichtet unterstützen.

Kinder sind die Zukunft Deutschlands. Eine Betreuungslücke darf es aus diesem Grund nicht geben. Frau Schütz präsentierte ein Beispiel über Arbeitgeber, die ihre Fachkräfte fördern, indem dem Personal mehr Freiraum zur Gestaltung der Arbeitszeit eingeräumt wird. Auf der einen Seite profitieren Unternehmen davon, da Arbeitnehmer sich wohlfühlen und sich so länger an ein Unternehmen binden wollen, aber auch auf der anderen Seite profitieren die Kinder der davon, da sie von ihren Eltern besser unterstützt werden.

Die Arbeitskraft von Frauen in der Wirtschaft spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei der demografiebedingten sinkenden arbeitenden Personenzahl, wird diese Arbeitskraft unentbehrlich für die Wirtschaft und damit für die Zukunft Deutschlands. Immer mehr Frauen arbeiten, auch um die eigenen Rentenansprüche zu sichern.

Nach dem Wegfall der Grundschulempfehlung kamen neue Probleme im Schulsystem auf. Das Niveau der einzelnen Schüler geht immer weiter auseinander. Eltern sorgen sich selbstverständlich um das Wohl ihrer Kinder und möchten für sie die bestmöglichen Chancen durch die Wahl der Schulform nutzen. So besuchen mehr Schüler das Gymnasium, obwohl sie weniger dafür geeignet sind. Vor noch etwa 60 Jahren hatten etwa 7% der Schulabgänger Abitur, heute sind es etwa 50%. Gilt hier etwa Quantität statt Qualität im Bildungssystem?

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine lebendige Diskussionsrunde, die dann bei Butterbrezeln fortgesetzt wurde.

Wir danken Frau Schütz für den aufschlussreichen Vortrag und würden uns freuen Sie noch einmal bei uns begrüßen zu dürfen!

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Bildung und Erziehung für die Zukunft Deutschlands