Stiftungsfest SS 2014

`s war halt doch ein schönes Fest

Zum 15. Male feierte der VDSt Karlsruhe nach seiner Wiedergründung wieder ein Stiftungsfest mit einer Aktivitas. Und es schien, als könne der VDSt von sich selbst nicht genug bekommen. Nachdem die Aktiven mit 2 Alten Herren am Mittwochabend gemeinsam sich für das kommende Stiftungsfest stärkten, ging es am nächsten Tag los zur mittlerweile traditionellen Maiwanderung. Nachdem wir unser Gefährt fit gemacht hatten, ging es dann auch los. Mit Alten Herren, Kind und Kegel machte sich die Aktivitas auf den Weg zum Andreasbräu in Leopoldshafen, was man mit nur kleinen Verlusten auch trockenen Fußes erreichte und sich dort mit Köstlichkeiten aus guter Küche belohnen durfte. Ein angenehmer Abend der mit langen Gesprächen am Tresen endete und schon Freude auf den Festkommers am kommenden Tag machte.
So war es eine außerordentliche Freude, am Freitagabend, eine so große Zahl an Alten Herren und Aktiven zum Festkommers begrüßen zu können. Unser Wiedergründungsbursch Hilko Bengen erzählte in seiner Zielrede von den Letzen 15 Jahren VDSt und den Anlaufschwierigkeiten, aber vor Allem von den Früchten die diese Anstrengungen trugen. Dabei richtete er den Blick auch auf die Zukunft. Auch für mich als Senior ergab sich die Möglichkeit eine kurze Rede über meine Eindrücke vom VDSt Karlsruhe zu geben. Unser Bundesbruder Nikolas Karon unterstütze als Festmusiker die Festkorona akustisch wundervoll. Nach dem Kommers hatten wir erst die Gelegenheit in großer Runde lockere Gespräche zu führen und dann unter Leitung der zwei Alten Herren Meinhard und Hoppe noch eine Spontankneipe mit Inoffiz zu erleben.
Der Nächste Tag begann mit einer Diskussionsrunde, wie sich unsere Alten Herren einer jüngeren Generation von Alten Herren besser öffnen könne. Nach fruchtbaren Anregungen ging es gemeinsam ins Pizzahaus und anschließend fanden die Sitzungen des Heimvereins, sowie des Altherrenbundes statt. Abends traf man sich gemeinem zum Spargelessen wieder auf dem Haus. Dort berichteten zwei Alte Herren, in Vorträgen über ihr Leben und ihren Berufseinstieg. Die Zusammenfassung der Vorträge stammt von Nikolas Karon:

„Akademiker – gerade in den technischen Disziplinen – sind in Deutschland gesucht. Genauso suchen jährlich Akademiker mit abgeschlossenem Studium eine Arbeitsstelle. Eigentlich eine simple Situation. Doch ganz so einfach funktioniert das selten. Um das zu veranschaulichen, gaben uns die Alten Herren Ivan Ivanov und Tobias Meinhard im Rahmen des Stiftungsfests durch ihre Vorträge interessante Einblicke in ihren beruflichen Werdegang.

Stellen Sie sich vor, Sie beginnen gerade ein Studium, sind das erste Mal in Deutschland, haben kaum finanzielle Mittel und wohnen in einem kleinen Zimmer, das lediglich mit einem Bett, einem Schreibtisch und einem Stuhl ausgestattet ist. So erging es Ivan Ivanov, als er 1998 nach Karlsruhe kam. Als Sohn bulgarischer Professoren hatte er in Sofia eine deutsche Schule besucht, was ihm die Möglichkeit eröffnete, in Deutschland zu studieren.

Die aufmerksamen Zuhörer waren regelrecht gebannt von Ivanovs Ausführungen, in welchen er schilderte, wie er trotz widriger Umstände sein Studium der Informatik letztendlich erfolgreich abschloss, um sich schließlich dauerhaft in Deutschland niederzulassen.

Doch selbst mit dem Diplom in der Tasche sind die Mühen nicht zu Ende. In Ivanovs Fall begann nun ein fast einjähriger Bewerbungsmarathon, der schlussendlich zur ersten Stelle führte.

Anders erging es da dem Alten Herrn Tobias Meinhard. Der gebürtige Rheinländer studierte an der RWTH Aachen Fahrzeugtechnik und ist seit Abschluss des Studiums bei verschiedenen Automobilbauern und -zulieferern tätig. Bei ihm zeigte sich einmal mehr, was für Zufälle den studierten Ingenieur bisweilen zu seinem Arbeitgeber bringen. Er verdeutlichte auch den wichtigen Stellenwert von Soft-Skills bei Bewerbungen; Wer mit viel Fachkenntnis aber aber der Mentalität eines Abiturienten ins Bewerbungsgespräch geht, hat wenig Chancen, dieses auch erfolgreich zu verlassen.

Insgesamt handelte es sich um eine Veranstaltung von hohem Informationsgehalt, die nicht nur für angehende Akademiker interessant war. Auch wenn technische und naturwissenschaftliche Berufe eine Vielfalt an Betätigungsfeldern bieten, war es doch sehr interessant, anhand der Vortragenden Beispiele so ausführlich geschildert zu bekommen.“

Wie auch am Abend zuvor versprach es ein langer Abend mit Kamingesprächen zu werden.

Die Nacht war für die meisten Teilnehmer eine Kurze. Schon morgens um 9 Uhr traf man sich mit Familie und zog los die Stadt mit einer historischen Straßenbahnfahrt zu besichtigen. 2 Stunden hatten wir so nochmals Zeit für Gespräche zwischen Alten Herren und Aktiven, untereinander und mit den Gästen. Ausklang fand das Stiftungsfest dann auf dem Turmberg mit einem kurzen Spaziergang bei herrlichem Wetter und einem Besuch danach bei herrlichem Sonnenschein im Durlacher Vogelbräu.

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Stiftungsfest SS 2014