Das Pumpspeicherkraftwerk Forbach – ein technischer Vortrag von AH Peter Lange

Am 13. November 2014 begrüßten wir unseren werten AH Peter Lange zu einem Vortrag über das Pumpspeicherkraftwerk Forbach mit den Schwerpunkten Technik und Leistung des Kraftwerkes. Dieser diente insbesondere der Vorbereitung und Informierung für die am 18. November stattfindende Exkursion zum Kraftwerk.

AH Peter Lange wurde 1940 in Berlin-Köpenick geboren. Nach einer schweren Zeit während des zweiten Weltkrieges, erlangte er 1958 sein Abitur. Im Winter 1960/61 gelang ihm zusammen mit seiner Familie die Flucht von Ost nach Westberlin. Dort begann er zwei Jahre später sein Studium in Elektrotechnik an der TH Darmstadt und trat dem VDSt bei. Nach dem erlangen des Diploms im Frühjahr 1969 trat er direkt in die Badenwerk AG ein. Bis zu seiner Rente 1999 war er dort in der Hauptverwaltung Sachbearbeitung für Projekte von Planung, Ausschreibung, Vergabe und Inbetriebnahme leittechnischer Ausstattung konventioneller Kraftwerke und energietechnischer Nebenanlagen zuständig. Da sein Arbeitsbereich wesentlich in Baden lag, war er neben Karlsruhe, Iffezheim und Eppingen auch für das Pumpspeicherkraftwerk in Forbach zuständig.

Das Lauf-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerk Forbach setzt sich aus vier Einzelkraftwerken zusammen und wurde zwischen 1914 und 1926 erbaut. Diese vier Werke sind durch einen Komplex an Sollen und Rohrleitungen verbunden, die sich durch das obere Murgtal erstrecken. Den wichtigsten Teil des Kraftwerkes bilden die Schwarzenbachtalsperre und der dadurch künstlich erzeugte Schwarzenbach-Stausee, der von den Fassungen der Biberach und des Hundsbach gespeist wird. Von dort wird das Wasser über eine Druckleitung an die Peltonturbinen im Turbinenhaus in Forbach geleitet. Diese haben eine maximale Leistung von 46 MW. Überschüssiger Strom wird zum Füllen des Speicherbeckens verwendet, um für Spitzenlasten ausgleichen zu können. Eine weitere Speisung des Turbinenhauses erfolgt über das Sammelbecken Kirschbaumwasen. Diese Zuleitung treibt 5 Francis-Turbinen mit einer Maximalleistung von 22 MW an. Die anderen zwei Kraftwerke sind das Raumünzachwerk mit einer Leistung von 0,55 MW und das Niederdruckwerk am Ausgleichsbecken mit einer Leistung von 2,4 MW. Dieses Ausgleichsbecken dient der Regulierung des Wasserstandes der Murg.

In naher Zukunft soll das Pumpspeicherkraftwerk Forbach um ein weiteres Oberbecken ergänzt werden, welches direkt mit dem Schwarzenbach-Stausee verbunden ist. Hierfür stehen drei Erhöhungen in der näheren Umgebung zur Verfügung. Der genaue Standort und der Baubeginn sind noch nicht bekannt.

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Das Pumpspeicherkraftwerk Forbach – ein technischer Vortrag von AH Peter Lange