Burschungsvortrag über Drogen und ihre Wirkung auf Körper und Geist von Malte Löning

In unserer heutigen Gesellschaft spielen Drogen und deren Legalisierung eine immer größere Rolle. Im Jahr 2013 beschloss das Parlament in Uruguay, Cannabis unter staatlicher Kontrolle zu legalisieren. In den US-Bundesstaaten Colorado und Washington ist Cannabis ebenfalls legal. Passend zu diesem Thema referierte Maximilian Plenert im Sommersemester 2015 zum Thema: „Drogenprohibition – Sollte der Staat entscheiden was ich mit meinem Körper mache?“. Um diese Frage beantworten zu können, spielt es eine große Rolle, die Auswirkungen von Drogen abschätzen zu können beziehungsweise die Folgen des konsumes zu kennen. Dies brachte mich zu dem Thema meines Burschungsvortrags: „Drogen – Wie Sie auf Körper und Geist wirken“.

Einführend habe ich mich damit beschäftig, was Drogen eigentlich sind. Drogen sind psychotrope Substanzen die Körper und Geist beeinflussen, negativ wie positiv. Sie lassen sich nach Ihrer Wirkung in vier Gruppen unterteilen.
Sedative haben einen beruhigenden und angstlösenden Effekt, dazu gehören unteranderem Valium, Alkohol und Cannabis.
Hinzu kommen die Stimulantia. Sie rufen einen anregenden, stimulierenden, euphorisierenden und subjektiv denkleistungssteigernden Zustand hervor. Hierzu zählen beispielsweise Kokain, Amphetamine, wie etwa Speed, und Methamphetamine.
Das Gegenstück zu den Stimulantia sind die Hypnotika. Sie wirken schlaffördernd. Eine Großzahl der Sedativa lassen sich mit in diese Kategorie einordnen. Außerdem gehören Schlafmittel und K.O.-Tropfen, am verbreitetsten Rohypnol, dazu.
Die vierte Gruppe bilden die Halluzinogene. Ihr Name ist etwas irreführend, da im Gegensatz zu einer richtigen Halluzination der Anwender sich meist bewusst dessen ist, dass seine Eindrücke nicht real sind. Rauschmittel wie MDMA und Cannabis lassen sich hier einordnen.

Drogen können Körper und Geist enorm beeinflussen, die größte Gefahr geht jedoch vom Konsumenten und Dealer aus. Auf der einen Seite wird beim Konsum von Rauschmitteln nach Gefühl gehandelt, wobei auf kurze Sicht ein subjektiv positives Rausch hervor gerufen wird. Jedoch werden Nebenwirkungen und Langzeitfolgen häufig keine Relevanz zugesprochen, da keine oder mangelnde Aufklärung stattfindet.
Auf der anderen Seite wird nur in den wenigsten Fällen ein reines Produkt verkauft. Als Beispiel beträgt der durchschnittliche Amphetamingehalt von Speed nur 35% und variiert zwischen 1% und 91%, wodurch es leicht zu einer Überdosis kommen kann. Somit setzen sich Verbraucher einer enormen Gefahr aus. Sie wissen nicht, was sie konsumieren, und welche Folgen es haben könnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Bewusstsein für Wirkung, Folgen und Risiken von Drogen geschaffen werden muss. Jeder, der mit Drogen in Kontakt kommt, ob es der eigene Konsum, oder Konsumenten im Umfeld sind, muss sich im Klaren über die Konsequenzen sein. Nur so kann es einen verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit Drogen geben, den man nicht durch ein einfaches Verbot erreichen kann.

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Burschungsvortrag über Drogen und ihre Wirkung auf Körper und Geist von Malte Löning