Wiederherstellung des Kontakts zum VDH Temeschburg – ein Reisebericht von Dennis Maghetiu

Wie man an meinem Nachnamen leicht merkt, liegen einige meiner Wurzeln im schönen Banat. Jedes Jahr widme ich Rumänien und meiner Familie und Freunden dort einen Urlaub. Als ich von der Existenz eines VDH Bundes in Temeschburg erfahren habe, war ich sehr erfreut und wollte bei meinem nächsten Aufenthalt gleich ein paar Bundesbrüder aufmischen.

Doch zunächst musst ich herausfinden, wen ich überhaupt wo treffen kann. Eine erste Hilfestellung gab mir AH Christian Roth mit dem Verweis auf Bundesbruder Lars Vogt. An diesem Kontakt erwartete mich leider ein kleiner Rückschlag. Denn nach einer Blüte Mitte der 2010er Jahre schloss die damalige Aktivitas des Temeschburger Bundes das Studium mehr oder weniger zur gleichen Zeit ab. Die Alten Herren verließen zu einem großen Teil die Stadt, fanden teilweise sogar weit entfernt Arbeit. Durch einen lustigen Wink des Schicksals fand einer seinen Weg zu unserem Bund, unser Alter Herr Munteanu. In Timisoara verblieb Heino Dama. Auf meine E-Mail und Bitte um Erneuerung des Kontakts zum VVDSt durch mich kam schnell eine freundliche Einladung zu einem Treffen.

In Rumänien angekommen traf ich ihn zusammen mit dem Freund, mit dem ich verreist war, in einem Café auf einem der zentralen Plätze der Innenstadt. Nach der Vorstellung und dem Austausch unserer persönlichen Werdegänge kamen wir auf die Geschichte des ansässigen VDH.

Heino Dama studierte am Polytechnikum Timisoara und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Zurzeit ist er zuständiger Verkaufsmanager des Continental Konzerns für Südosteuropa. Außerdem ist er zertifizierter Dolmetscher für die deutsche Sprache. Mit einigen deutschsprachigen Freunden gründete er den VDH und pflegte regen Kontakt mit den Bünden in Deutschland und Europa. Zum Bundesleben kam es zwar, aber nicht im vollen Umfang. Kneipen im Vollwichs oder ein umfassendes Semesterprogram gab es beispielsweise nicht.

Leider kam es nicht zum Kauf eines Hauses und in der stressigen Zeit im Übergang von Studium zum Beruf konnte, zumal ohne Haus, keine Fuxia generiert werden. Ohne Erfahrung langjähriger Mitglieder und eine unterstützende Hand alter Herren war es damals nicht möglich einen langfristig bestehenden Bund aufzubauen. Gemangelt hat es außerdem an Unterstützung aus dem Verband, ob personell, durch z.B. Besuche und Austausch, oder finanziell, die eine große Hilfe beim Stemmen eines florierenden Bundes gewesen wäre.

Heino freut sich sehr über den erneuerten Kontakt. Die Zeit im Verband war sehr prägend und auch durch den Kontakt zu Bundesbrüdern in ganz Europa mit viel Freude verbunden. Vielleicht kommt es irgendwann zu einem Wiederaufleben des VDH Temeschburg. Er würde sich sehr darüber freuen und ich mich auch.

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Wiederherstellung des Kontakts zum VDH Temeschburg – ein Reisebericht von Dennis Maghetiu