Die Pfingstwanderung

Vom Wetter denkbar schlecht wurden wir am Pfingstmontag zu unserer geplanten Wanderung
empfangen. Doch trotz Regen entschieden wir uns den Gang zu wagen und sollten damit schließlich
die richtige Entscheidung getroffen haben. Der Himmel hellte in Gaggenau auf, wir hatten einen
klasse Tag.
Am frühen Vormittag verließen wir unser Haus und brachen mit der Bahn in Richtung
Hauptbahnhof auf. Nach dem Auflesen der letzten, dort wartenden Teilnehmer konnten wir die
Fahrt gen Schwarzwald mit einem guten Frühstück während der Fahrt beginnen. Vom Bahnhof
Gaggenau beginnend begann der Aufstieg in Richtung Berg und Fels „Bernstein“. Den Weg
bestritten wir locker, er war auch nicht besonders anspruchsvoll. Ein glücklicher Zufall jedoch
bescherte und doch ein kleines Abenteuer. Vom Weg abgekommen entschieden wir uns nicht
umzukehren, sondern einem Trampelpfad in den Wald zu folgen, denn scheinbar führte auch dieser
Weg den Berg hinauf. Nach ein wenig Dickicht traten wir an einen relativ lichten Berghang, wo uns
eine Quelle zum erfrischen und ein herrlicher Blick ins Murgtal erwartete.
Derart gestärkt erreichten wir bald den Felsen oben auf dem Bernstein. Wir setzten uns an einen der
dort stehenden Tische und aßen unser restliches Proviant. Auf dem Felsen hörten wir einen Vortag
über die geologische Geschichte des Nordschwarzwald, dessen reichlicher Sandstein auf Sedimente
am Rande des Tethysmeeres zum Erdzeitalter Trias zurückdatiert. Ein Bier wurde mitsamt
Falschenhals geöffnet; dieser Hals wird nun als Erinnerung eingerahmt in unserem Billiardzimmer
verwahrt.
Der Rückweg hinunter in das Albtal verlief zunächst entlang der ehemaligen Grenze zwischen
Baden und Schwaben. Als gute Karlsruher achteten wir natürlich darauf, stets nur auf der besseren,
badischen Seite des Weges zu wandern. Vorbei an vielen Sandsteinaufschlüssen am Wegesrand und
einigen Weidewiesen sahen wir bald schon unser Ziel in der Ferne: Bad Herrenalb. Schon freuten
wir uns auf das Zimteis, welches uns dort empfohlen wurde. Die Eisdiele war dann auch unser
schnell erreichtes Ziel im Tal.
Bei Eis und Kaffee bliebt uns noch Zeit über unsere Wanderung zu resümieren und die nächste zu
planen. Wir dankten den Alten Herren, die uns das Eis spendierten und machten uns auf dem Weg
zum Bahnhof.

Die Pfingstwanderung