Verbandslotterie – Besuch des VDSt Kiel

Was wäre der Advent ohne trautes Beisammensein? Wir jedenfalls begingen das Wochenende zum
ersten Advent besinnlich in Gesellschaft von Bundesbrüdern, sowohl aus Karlsruhe, als auch mit
den zur Aktivenfahrt angereisten Kielern, des weiteren von Gästen eines ehrwürdigen AV
Notkeriana aus der Schweiz. Besinnlich in der einen Bedeutung: den Traditionen des Advents
folgend, die Geburt des Herrn erwartend; außerdem auf die Wurzeln der deutschen
Einheitsbewegung in Recht und Freiheit besinnend, durch eine Fahrt auf das Hambacher Schloss.
Das Wochenende begann mit der Ankunft unserer Kieler Bundesbrüder am Freitagabend. Wir
begrüßten sie mit einem Sektempfang und taten uns mit ihenen an maritimen Häppchen gütlich. Es
folgte eine ausgedehnte Bummerunde.
Am Samstag stießen die persönlichen Bekannten unseres Bundesbruders Benedikt hinzu, Mitglieder
eines ehrenwerten AV Notkeriana zu St. Gallen. Wir begaben uns auf eine Stadtführung, die
Bundesbruder Maghetiu mit einem gewohnt historischen Schwerpunkt gab. Die nach der Führung
bereits angefrorenen Zehen waren für die folgende Bahnfahrt in Richtung Neustadt an der
Weinstraße dankbar.
Wir nutzen die Gelegenheit die Bekanntschaften zu intensivieren und uns über die Eigenheiten der
jeweiligen Korporationskulturen auszutauschen. Zwar erwartete uns in der Pfalz ein dichtes
Nebelmeer, welches die panoramatische Sicht aus dem Zug blockierte und umso bedauernswerter
die herrliche Aussicht von der Höhe des Schlosses verunmöglichte. Doch nicht dafür waren wir den
Berg erstiegen, wir hatten die Ausstellung des Schlosses als Ziel. Eine freundliche Dame, deren
Mann uns Sohn zufälligerweise ebenfalls korporiert sind, ermöglichte uns einen Einblick in die
Geschichte des Vormärz. Von den Fortschritten des Code Napoleon und dem Abneigung der Bürger
gegen die Restauration Metternichs. Die Berühmtheit des Schlosses gründet in der mutigen
Demonstration für Bürgerrechte und Einheit Deutschlands, verkleidet im Rahmen des Hambacher
Schlossfests 1832. Beteidigt waren auch und vor allem Studenten, unter ihnen viele Korporierte,
aus Heildelberg. Sie galten seit der Befreiungskriege als besonders energische Vertreter der Einheit
in Recht und Freiheit.
Nach der Heimfahrt folgte eine Verschnaufpause mitsamt Abendessen. Frisch gestärkt konnte so die
Adventskneipe begangen werden. Im Verlauf des Programs „Heimat“ war man nun am Punkt
Religion und Tradition angekommen. In einem Vortrag betonte der Senior das heimatliche Gefühl,
welches eine über Generationen spannende und erhaltene Kette von Gewohnheiten und Werten
ausstrahlen kann. Kirche, ihre tradierten Lehren und Gebräuche seien Teil unserer Geschichte und
Gesellschaft, mit potentiell stark verbindender Wirkung. Ebenso säßen wir nicht umsonst immer
wieder strikt nach Kneipcomment beisammen! Diese Form der Geselligkeit gäbe uns Halt, rufe
Erinnerungen wach. So gab Senior Maghetiu den Appell aus die Kneipe und Advent bewusst zu
begehen und sich einzulassen auf diese Gefühle.
Dem Anspruch den Advent gemeinsam und bewusst zu begehen wurde man gerecht.
Überschwänglich bedankten sich die Gäste bei ihrer Abreise für das Program, die Gastfreundschaft
und die Einblicke in unser Karlsruher Verbindungsleben. Man versprach sich Gegenbesuche und
dieses Wochenende in guter Erinnerung zu behalten.

Verbandslotterie – Besuch des VDSt Kiel