Rückblick auf das vergangene Wintersemester 2017/2018

Liebe Bundesbrüder,

wir wagten durch ein abstraktes Semesterthema und neue Veranstaltungstypen in zweierlei Weise gemeinsam ein Experiment. Mit an (Für-)Sorge grenzender Erwartung hatte ich auf die Umsetzung geblickt, konnte jedoch nun voller Zufriedenheit zurückblicken. Ich hoffe ihr habt euch von den aufgeworfenen Gedanken reizen lassen und danke für die Mitarbeit!

Der Begriff Heimat ist ganz allgemein ein politischer und politisch instrumentierbarer Begriff und wurde speziell im Laufe des Semesters tagespolitisch immer bedeutender. Nun haben wir sogar ein Heimatministerium! Unsere Annäherungsversuche an diesen abstrakten Begriff bieten eine hervorragende Plattform um in den heutigen Politdiskurs einzusteigen. Die Definitionsversuche, wiederum abstrakte Begriffe, wurden über möglichst verständliche und interaktive Veranstaltungsformate präsentiert. Beispielsweise die Verbindung von Heimat mit Familie&Freunden durch einen Ausflug mit eben jenen, die von Heimat mit Sprache über die Büchervorstellung im Literatursalon, die von Heimat mit Land(-schaft) durch die Museumsführung von Dr. Pacher. Diese anschaulichen Aktivitäten haben zur Verdaulichkeit der philosophischen Themen beigetragen und die fachlichen Vorträge der Referenten ausgeglichen. Mit den Referenten konnten wir wieder überregional aktiven und bekannten Personen lauschen. Der Dekan der Geisteswissenschaften aD. am KIT, Prof. em. Schütt, zeigte einleitend das Spannungsverhältnis zwischen prägender Ortsbezogenheit und internationalistischem Kosmopolitentum auf. Der Vorsitzende des Dachverbands muslimischer Vereine KA und Region vollzog abschließend einen Perspektivenwechsel auf den Begriff.

Die verschiedenen Generationen unserer Verbindung zusammenzuführen war ein weiteres meiner Herzensanliegen. Die Verlegung des Tresenabends auf den vor dem Wochenende liegenden Freitag sollte die Teilnahme Alter Herren erleichtern, mehrere Veranstaltungen und Veranstaltungspunkte wurden Philistern anvertraut. Um die neuen Fuxen würdig zu begrüßen hielt ich mehrere Ansprachen, einschließlich der einleitenden, animierte zur Teilnahme freiwilliger Aktivenfahrten und bekochte sie im Rahmen einer zusätzlichen Geschichtsstunde und zum Zweck des Kennenlernens. Außer der Verlegung des Tresenabends kann ich vom Gelingen dieser Maßnahmen berichten.

Das Seniorat war eine wertvolle Erfahrung, die gesammelten Erfahrungen sind unersetzlich, die Amtsführung hat mir Freude bereitet. Das Thema war aufgrund meiner binationalen Herkunft ein persönlich inspiriertes. Ich hoffe die Umsetzung inspiriert zu weiteren sehr persönlichen, auch philosophischen Semesterthemen.

Bundesbrüderlich,

euer Maghetiu, Dennis Z!

Rückblick auf das vergangene Wintersemester 2017/2018